Home of Hockey: 700.000 Seitenaufrufe im ersten Monat
Eishockey.at ist mehr als nur die Webseite des Österreichischen Eishockeyverbands, es ist die Destination für hunderttausende Eishockey-Fans. Umso größer war die Herausforderung: ein kompletter Relaunch innerhalb eines Sommers bis zum neuen Saisonstart.
Eine Plattform für Österreichs Eishockey, bereit für die neue Saison
eishockey.at ist kein gewöhnlicher Unternehmensauftritt. Die Seite bedient Fans, Aktive, Vereine, Medien, Eltern, Trainer:innen, Schiedsrichter:innen, Partner und Funktionär:innen gleichzeitig. Sie ist Nachrichtenmedium, Ergebnisdienst, Verbandsportal, Dokumentenablage und Einstieg zu Tickets und Merchandising in einem.
Der bisherige Auftritt konnte die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer:innen nicht mehr ausreichend abdecken. Orientierung, Bedienbarkeit und die Auffindbarkeit von Inhalten sollten verbessert werden. Besonders wichtig war das Game Center als zentrale Anlaufstelle für Spielpläne, Ergebnisse und Statistiken.
Der Relaunch sollte Nachrichten, Verbandsinformationen, Sportdaten und Shop in einem übersichtlichen Auftritt zusammenführen und den Zugang auf mobilen Geräten erleichtern. Gleichzeitig galt es, das umfangreiche Newsarchiv zu erhalten und die Grundlagen für eine bessere Auffindbarkeit in Suchmaschinen zu schaffen.
Das Ziel war, die neue Plattform vor Beginn der Saison Anfang September online zu bringen, und somit in einem sehr kurzen Zeitfenster. Zwischen Projektstart und dem geplanten öffentlichen Launch lagen nur knapp 2 Monate, die optimal genutzt wurden, um die enge Zeitplanung einzuhalten.
Ein Relaunch ohne Kompromisse
Unsere These war klar: Ein Relaunch wird nicht dadurch schnell, dass man Mehrsprachigkeit, Archiv, Commerce und Sportdaten in eine zweite Phase schiebt. Genau diese Teile entscheiden darüber, ob so eine Plattform ihrer Rolle gerecht wird. Also gehörten sie in die erste produktive Version.
Struktur zuerst. Die Informationsarchitektur schrumpfte von zehn Hauptnavigationseinträgen auf sechs klare Einstiege: Der ÖEHV, Nationalteams, Aktuelles, Partner, Shop und Game Center. Suche, Sprachwahl und Warenkorb bleiben als eigenständige Werkzeuge sichtbar. Die Navigation folgt damit den häufigsten Nutzungssituationen statt den internen Zuständigkeiten.
Eine Marke, die sich traut. Das neue Erscheinungsbild zeigt den ÖEHV als selbstbewusste Sportmarke: großflächige Bildwelten, klare Typografie, präzise Kontraste und fokussierte Handlungsaufforderungen. Der Aufbau ist auf dem Telefon genauso bewusst gestaltet wie am großen Bildschirm. Home of Hockey fasst den Anspruch in drei Worte.
Sportdaten, News und Shop unter einem Dach. Entscheidend war, die unterschiedlichen Angebote des ÖEHV zu einer gemeinsamen Plattform zu verbinden. Das Redaktionsteam pflegt Inhalte in Payload CMS, der Shop läuft über Shopify und der Game Center bindet die Sportdaten an. Das gemeinsame Frontend auf Basis von Next.js führt diese Inhalte in Deutsch und Englisch zusammen. Für Nutzer:innen bleiben Gestaltung und Navigation durchgehend vertraut, ob sie einen Spielbericht lesen, Ergebnisse nachsehen oder im Shop stöbern.
Der Game Center, neu gedacht. Er wurde als eigener Teil der Plattform entwickelt. Technisch besonders anspruchsvoll war die Anbindung mehrerer Sportdatenquellen über ihre APIs. Unterschiedlich aufgebaute Daten mussten zusammengeführt und Teams, Spieler:innen, Ligen und Saisonen zuverlässig zugeordnet werden. Daraus entstand eine gemeinsame Oberfläche für Spielpläne, Ergebnisse, Tabellen, Topscorer, Torhüterstatistiken, Teamseiten, Spielerprofile, Spielberichte und Archive, von der ICE über die Alps Hockey League bis zu den Nachwuchsligen. Ein zweistufiger Last-Good-Cache hält die zuletzt erfolgreiche Ansicht verfügbar, begrenzte Parallelität schützt die Datenanbieter, eigene Lade- und Fehlerzustände sorgen dafür, dass der Ausfall eines Anbieters nicht die gesamte Website mitzieht.
Shop ohne Systembruch. Shopify bleibt Commerce-Backend und Checkout, während Produktdarstellung, Variantenwahl und Warenkorb direkt im neuen Frontend liegen. Nutzer:innen bewegen sich bis zum Checkout in derselben Marken- und Navigationswelt. Produkte, Preise, Steuern, Versand und Zahlungsarten bleiben beim ÖEHV administrierbar.
Auffindbarkeit von Anfang an. Eindeutige Seitenadressen, Sprachalternativen für Deutsch und Englisch, eine automatisch aktualisierte Sitemap und strukturierte Daten für News, Produkte, Veranstaltungen und Personenprofile gehörten zum Bauplan. Externe Einbettungen laden erst, wenn Nutzer:innen sie aktiv aufrufen.
Fast 2.000 Artikel Verbandsgeschichte, die nicht verloren gehen durften
Auf der alten Website lagen knapp 2.000 Artikel: Spielberichte, Turnierergebnisse, Tabellen und Fotos aus vielen Jahren österreichischem Eishockey. Für Fans, Vereine und Medien ist dieses Archiv ein Gedächtnis. Der Bericht zum ersten Länderspiel, die Tabelle einer längst vergangenen Saison, das Foto einer Siegerehrung. Nichts davon durfte beim Umzug verschwinden.
Das Problem: Das alte System ließ sich nicht einfach exportieren. Es gab schlicht keinen Knopf, der die Inhalte sauber herausgibt. Also haben wir das Archiv Stück für Stück zurückgeholt, aus der alten Website selbst und ergänzend aus dem Internet Archive, und komplett neu aufgebaut.
Das Ergebnis ist überprüfbar: Alle 1.980 Artikel sind vollständig übernommen und ohne inhaltliche Abweichung. Tabellen blieben Tabellen statt unlesbarer Textwüsten, Bilder und PDFs sind erhalten, und 2.259 alte Links führen weiterhin ans Ziel, statt Besucher:innen auf einer Fehlerseite abzuladen.
Danach bekam das Archiv eine zweite Sprache. Ein kontrollierter KI-Prozess übersetzte den Bestand ins Englische, mit besonderem Schutz für Zahlen, Ergebnisse und Links und mit Freigabe durch die Redaktion statt automatischer Veröffentlichung. So wurde die Verbandsgeschichte auch für ein englischsprachiges Publikum zugänglich.
700.000 Seitenaufrufe im ersten Monat, 7 Seitenaufrufe pro Besuch
Im ersten Monat nach dem Launch verzeichnete die Plattform rund 700.000 Seitenaufrufe mit rund 7 Seitenaufrufen pro Besuch. Die durchschnittliche Sitzungsdauer lag bei 8+ Minuten, die Bounce Rate bei 12 Prozent.
Die Zahlen sprechen für sich:
- 700.000 Seitenaufrufe im ersten Monat
- 7 Seitenaufrufe pro Besuch
- 63.960 Google-Klicks in den ersten 28 Tagen
- 14 aktive Bewerbe + 3 Nachwuchsarchive im Game Center
- Über 82.000 URLs auf der gesamten Plattform einschließlich News, Shop und Verbandsseiten
- 1.980 migrierte Blogartikel
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