Die aktuelle Situation stellt für österreichische Betriebe und Verbände im Tourismus eine große Herausforderung dar. Doch in dieser Herausforderung liegen auch Chancen, die es nun möglichst schnell zu nutzen gilt. Wir haben dafür einen Fahrplan erarbeitet.

Kaum eine Branche ist von der Corona-Krise stärker betroffen, als der Tourismus. Noch ist nicht gänzlich abzusehen, wie es in der Sommersaison (und darüber hinaus) weitergeht. Nach derzeitigem Stand können wir davon ausgehen, dass zumindest Binnentourismus möglich sein wird. Eventuell wird es auch Sonderregelungen für das benachbarte europäische Ausland geben.

Es ist aber in jedem Fall damit zu rechnen, dass nach den Vorkommnissen in Ischgl, einer möglichen Maskenpflicht und anderen Einschränkungen das Volumen der Urlauber aus dem Ausland und insbesondere aus weiter entfernten Ländern stark rückläufig sein wird.

Deshalb gilt es ab sofort den Fokus neu zu schärfen, um neue Zielgruppen an heimischen Reisewilligen anzusprechen. Das heißt, Marketingbudgets und -strategien ab sofort primär auf den #urlaubdaheim auszurichten und in weiterer Folge auch schon mögliche Nachbarländer ins Auge zu fassen.

Schritt 1: Angebot schnüren & Landingpage erstellen

Eines ist klar: Es ist keine Zeit für business as usual. Proaktive Kommunikation ist wichtiger als je zuvor. Nutzer müssen auf die aktuelle Situation angesprochen werden. Sowohl was die Regelungen für die Urlauber bedeuten, aber auch was es für die Betriebe in Österreich bedeutet. Entscheidend ist zunächst eigene Angebote für Sommerurlaube in Österreich Post-Corona zu schnüren. Dabei bieten sich drei Varianten an.

1. Angebote für Haupturlaube:
Im Idealfall wird der Großteil der Kapazitäten durch Sommerurlauber ausgelastet, die 1-2 Wochen am Stück bleiben. Sie bilden die Basis für die Planung.

2. Angebote für verlängerte Wochenenden:
Wir gehen von einem Rückgang an Haupturlaubern aus. Auslastungstiefs lassen sich durch Angebote für Weekend-Retreats auffangen – das betrifft vor allem jene Betriebe und Gegenden, die bisher vor allem auf Haupturlauber ausgerichtet waren.

3. Zimmer zu reduzierten Preisen für längere Zeiträume:
Eine weitere Möglichkeit die Auslastung zu verbessern und gleichzeitig längerfristig die Liquidität zu verbessern sind spezielle Sommerfrische-Angebote. Hierbei werden vergünstigte Preise für Besucher angeboten, die für drei oder mehr Wochen am Stück bleiben – etwa um der dichtgedrängten, heißen Stadt zu entfliehen.

Sobald die Angebote feststehen, muss eine Landing Page erstellt werden. Transparenz und bestmögliche Aufbereitung von Informationen und Kontext zur Situation sind dabei besonders wichtig. Wir empfehlen dafür Video-Content. Alle Buchungsoptionen und etwa die Möglichkeit einer Newsletter-Anmeldung für weitere Angebote rund um den #urlaubdaheim vervollständigen die Landing Page.

Schritt 2: Aufbau einer möglichst großen Zielgruppe

Im nächsten Schritt geht es darum, möglichst viele potenzielle Touristen auf die Landing Page zu bringen. Traffic allein ist aber nicht die aussagekräftigste Metrik. In der Optimierungsarbeit gilt es insbesondere darauf zu achten, möglichst hochwertigen Traffic auf die Seite zu bekommen.

Hierfür eignen sich Advanced KPIs wie Lesedauer, Anzahl besuchter Unterseiten oder weiterführende Aktionen wie Newsletter-Anmeldungen oder Views der auf der Website eingebundenen Videos.

Schritt 3: Retargeting

Die im ersten Schritt qualifizierte Zielgruppe muss danach wiederholt mit den eigenen Inhalten erreicht werden, denn eine Reiseentscheidung fällt nahezu nie sofort. Mindestens zwei Kontaktpunkte pro Woche sind das Ziel.

Dafür muss eine hohe Varianz an unterschiedlichen Werbemitteln eingesetzt werden, um die User nicht zu langweilen. Fotos, Videos, Infografiken – immer kombiniert mit konkreten Aufrufen zur Buchung und zeitlimitierten Sonderangeboten, um künstliche Verknappung zu erzeugen.

Schritt 4: Last Minute-Kampagne

Gäste- und Hotelzimmer sind ein vergängliches Gut. Es wird aber in der Hochsaison schwierig sein die Auslastung der vergangenen Sommer zu erreichen. Wir raten deshalb spezielle Kampagnen aufzusetzen, die freie Zimmer als Last Minute-Angebote zu vergünstigten Preisen anbieten.

Wie könnte das aussehen? Sobald das Sommergeschäft läuft, können freie Zimmer zu einem günstigeren Preis gebucht werden – solange der Vorrat reicht. Hier können gezielt Nutzer angesprochen werden, die schon zu einem früheren Zeitpunkt von den Werbemaßnahmen rund um die Sonderangebote erreicht wurden.

Fazit

Die Situation ist ernst. Schon jetzt spürt der österreichische Tourismus Liquiditätsengpässe aufgrund drohender Einreisebeschränkungen und Stornierungen. Deshalb gilt es jetzt zu reagieren, um bestmöglich auf den kommenden Sommer und die Zeit danach vorbereitet zu sein.

Aus diesem Grund bieten wir Tourismusbetrieben und -verbänden eine kostenlose telefonische Beratung an. Um diese in Anspruch zu nehmen, genügt es eine Mail mit allen offenen Fragen an [email protected] schicken.

Unser Team an Branchen-Experten, die unter anderem Kunden wie den Wiener Tourismusverband und die Österreich Werbung unterstützen, steht gerne bereit um die Situation gemeinsam zu evaluieren und bezüglich Maßnahmen und deren rascher Umsetzung zu beraten.